Änderung der Weiterbildungsordnung der LPK: „Spezielle Psychotherapie bei Diabetes“

Kaz auf Pixabay

In der Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg wurde am 20.10.2018 über eine Änderung der Weiterbildungsordnung abgestimmt. Die Mehrheit der Delegierten hat sich dabei für die Aufnahme eines neuen Bereiches „Spezielle Psychotherapie bei Diabetes“ in die Weiterbildungsordnung entschieden. Damit folgt die Landespsychotherapeutenkammer dem Vorschlag der Musterweiterbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer, in der dieser Bereich auch neu aufgenommen wurde.

Die Details der neuen Weiterbildung werden demnächst auf der Homepage der Kammer verfügbar sein.

Kammerwahl 2018

ballot-1294935_640 - pixabay.comDie Wahlen zur Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg werden als Briefwahl im Herbst 2018 durchgeführt.

Der letzte Wahltag (Ende der Wahlfrist) zur Abgabe des Stimmbriefs ist der 21. November 2018.
Unsere Listen „Die Angestellten“, „Die Angestellten – KJP“ und „Die Angestellten – PiA“ wurden vom Wahlausschuss zugelassen und wir möchten Ihnen auf der Wahl-Homepage www.angestellte-psychotherapeuten.de unsere Kandidatinnen und Kandidaten und unser Wahlprogramm vorstellen.

Veröffentlichung – Buch: Violent States and Creative States

Gerne weisen wir auch auf Bücher und Artikel hin, die von unseren Mitgliedern als (Co-)Autoren veröffentlicht wurden.

Tilman Kluttig

Violent States and Creative States (2 Volume Set)
From the Global to the Individual

Edited by John Adlam, Tilman Kluttig and Bandy X. Lee. Prologue by Estela Welldon. Epilogue by James Gilligan.

In considering the different states in which individual acts of human violence take place, this thorough analysis reveals the opposing state of violence to be creativity. With contributions across a range of disciplines, this is the first integrated approach to move beyond merely mitigating violence to fostering creativity as a means of prevention.

https://www.jkp.com/uk/violent-states-and-creative-states-2.html

https://www.jkp.com/uk/violent-states-and-creative-states-volume-1-2.html

https://www.jkp.com/uk/violent-states-and-creative-states-volume-2-2.html

Neue Broschüre über den Verband

Der Vorstand des LVKP-BW hat im letzten Jahr begonnen, eine Broschüre mit Informationen über den Verband zu erstellen. Durch die Satzungsänderung und deren Eintragung beim Registergericht hat sich die Fertigstellung etwas verzögert, aber nun ist es soweit. Die Broschüre ist fertig und ab sofort online in der pdf-Version verfügbar.
Viel Freude beim Blättern und Lesen. 🙂

2018 LVKP Broschüre

 

 

 

Wahl zur Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg

Vom 21.10. bis zum 21.11.2018 findet die diesjährige Wahl der Delegierten der Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg statt.

Unser Verband wird wieder mit einer eigenen Liste zur Wahl antreten und ist derzeit sehr aktiv in der Vorbereitung der Wahl.

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden wir weitere Informationen zur Verfügung stellen.

Musiktherapie kann helfen, Depressionen zu lindern

Ziele Ziel der Studie war es, die Effekte einer Musiktherapie im Vergleich zu anderen Behandlungsansätzen bzw. zu verschiedenen Arten der Musiktherapie bei Patienten mit Depressionen zu evaluieren.
Methodik Design Systematische Übersichtsarbeit (Cochrane Review) mit Metaanalyse über randomisierte und kontrollierte Studien.Ein- und Ausschlusskriterien Zwei Autoren schlossen unabhängig voneinander randomisierte und kontrollierte klinische Studien ein, die Musiktherapie versus andere Therapieansätze, wie z. B. Psychotherapie zur Behandlung von Patienten mit Depressionen, untersuchten.

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Anorexia nervosa: Diagnostik und Behandlung

Die Anorexia nervosa ist eine psychische Erkrankung, die vor allem junge Menschen in einer wichtigen Entwicklungsphase betrifft. Etwa 90% der Betroffenen sind Mädchen oder junge Frauen. Wegen der hohen Morbidität und Mortalität sind eine frühe Erkennung und Behandlung von zentraler Bedeutung. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über die Symptomatik, den Umgang mit den Patientinnen und Patienten sowie die Grundzüge der Behandlung.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine ernste, aber behandelbare psychische Erkrankung. Psychotherapie ist Behandlung der Wahl, eine psychopharmakologische Behandlung der BPS ist nicht evidenzbasiert. Die Schulung medizinischen Personals in Diagnostik und Behandlung von Patienten mit BPS ist dringend notwendig, um Stigmatisierung zu reduzieren und eine adäquate ambulante Versorgung dieser Patientengruppe zu gewährleisten.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Landespsychologenkonferenz – Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Wie auf der letzten Landespsychologenkonferenz vereinbart, wurden zunächst kleinere Arbeitsgruppen gebildet. Die Teilnehmer*innen verteilten sich auf vier aktuelle Themen, um in kleiner Runde zu diskutieren.

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Die Themen
  • PPiA
    „Auf dem erreichten nicht ausruhen, was ist auf dem Weg zu regulären Arbeitsstellen noch zu tun?“
  • Landesverband der Klinikpsychologen und -psychotherapeuten Baden-Württemberg e.V.
    „Welche Aufgaben stehen im nächsten Jahr an? Welche Unterstützung können Mitglieder leisten?“
  • Entgeltordnung TV-L
    „EG 15 für Psychotherapeut*innen, realistisches Ziel?“
  • Pharmakotherapie
    „Psychopharmakaverordnung durch Psycholog*innen in Instítutionen – wünschenswert oder einfach Realität? Welche Rechtssicherheit brauchen wir, welche Rolle wollen wir?“

Am Ende wurde in der großen Runde kurz über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen berichtet.

Die Ergebnisse

Hier können Sie das Ergebnisprotokoll der Arbeitsgruppen herunterladen.

Offener Brief der AG Entgeltordnung

Schlafstörungen und Beeinträchtigungen des Schlafs als Nebenwirkungen von Psychopharmaka: eine Bewertung der Daten aus Fachinformationen

Gegenstand und Ziel Psychopharmakotherapie hat bei der Behandlung zahlreicher psychischer Störungen einen großen Stellenwert. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) beeinflussen dabei die Compliance und Verträglichkeit. Auch Beeinträchtigungen des Schlafs können als UAW einer Psychopharmakotherapie auftreten. Schlafstörungen sind mit einem erhöhten Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen assoziiert und beeinträchtigen Kognition, Impulskontrolle, Emotionsregulation und Stimmung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die systematische Darstellung der Art und des Risikos für Schlafstörungen/Beeinträchtigungen des Schlafs durch häufig verordnete Psychopharmaka.
Methodik Auf der Basis des Arzneiverordnungs-Reports 2016 wurden die in Deutschland verordnungsstärksten Psychopharmaka identifiziert. Die Fachinformationen (FI) der zugehörigen Originalpräparate wurden im Hinblick auf Nennung und Häufigkeitsangaben von Schlafstörungen/Beeinträchtigungen des Schlafs gemäß der International Classification of Sleep Disorders 3 (ICSD-3) untersucht.

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Warum sind Suizide stationärer Patienten so belastend?

Suizide haben verheerende Folgen für die betroffenen Familien, Freunde und die Gesellschaft. Sie belasten auch Therapeuten stark [9]. Manche weigern sich daher, suizidalen Patienten eine Behandlung anzubieten, oder beenden die Behandlung, wenn die Patienten Suizidalität äußern [3]. Was sind die Gründe für die hohe Belastung durch Suizide? Suizidopfer sind meist körperlich gesund. In vielen Fachgebieten außerhalb der Psychiatrie sterben mehr Patienten. Dort geht dem Tod jedoch oft ein bekannter und sichtbarer natürlicher Krankheitsprozess voraus. Der Tod nach Schlaganfall oder Leberzirrhose beispielsweise ist dadurch leichter hinnehmbar. Suizide dagegen sind selbst initiiert und werden demzufolge prinzipiell als vermeidbar angesehen. Vergleichbares wird bei posttraumatischen Belastungsstörungen beobachtet: Von Menschen initiierte Handlungen wirken stärker traumatisierend auf die Opfer als die Auswirkungen von Naturkatastrophen. Der Therapeut kennt persönliche Details und Probleme des Patienten und ist damit typischerweise sehr viel näher an der Person als Therapeuten in anderen Fachgebieten. Dementsprechend wirkt hier der Tod belastender. Der Therapeut fühlt sich oftmals verletzt und ist enttäuscht, dass der Patient sich ihm trotz aller Bemühungen nicht anvertraut hat. Da die Möglichkeit der Prädiktion eines Suizids oft überschätzt wird [5], können nach einem Suizid Zweifel an der eigenen klinischen Kompetenz aufkommen. Sorgen um juristische Konsequenzen nach einem Suizid können belasten. Und schließlich belasten Kognitionen wie „Was hätte ich anders machen müssen?“. Weitere Gründe ließen sich sicherlich finden. Bei der Bewältigung eines Suizids hilft es, sich die hier genannten Gründe zu vergegenwärtigen. Manche beruhen jedoch auf falschen Annahmen und kognitiven Verzerrungen. …

Thieme E-Journals – Fortschritte der Neurologie · Psychiatrie / Abstract

Wer profitiert von einer Behandlung im Maßregelvollzug? Ergebnisse einer bayernweiten Katamnesestudie für den Bezirk Schwaben

Ziel der Studie Evaluation der Maßregelbehandlung von 2010 – 2014 im Bezirk Schwaben.
Methodik Befragung von 130 Patienten direkt nach Entlassung und ein Jahr später zu sozialer Reintegration, Substanzkonsum und Delinquenz.

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Psychometrische Eigenschaften der deutschen Version des Suicide Behaviors Questionnaire Revised (SBQ-R)

Einleitung Zur ökonomischen Erfassung suizidaler Erlebens- und Verhaltensweisen findet der Suicide Behaviors Questionnaire – Revised (SBQ-R) von Osman und Kollegen breiten Einsatz. Dieser Fragebogen umfasst 4 Items, die verschiedene Facetten von Suizidalität erfassen und weist einige Einschränkungen auf. So sind die 4 Items nicht gleich skaliert und haben z. T. einen unterschiedlichen zeitlichen Bezug. Einige Antwortalternativen zu Item 1 und 3 sind mit dem gleichen Score belegt – es wird somit keine klare Schweregraddifferenzierung bezüglich verschiedener Aspekte von Suizidalität vorgenommen. Bislang liegen weder Daten zu den psychometrischen Eigenschaften der deutschen Version vor, noch wurde die postulierte Eindimensionalität des SBQ-R bislang international eingehender untersucht.
Material und Methode In einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe (N=2497) wurden der SBQ-R sowie der PHQ-4 (zur Erfassung von Depressivität und Ängstlichkeit), der INQ sowie der ACSS-FAD (erfassen Konstrukte der Interpersonalen Theorie suizidalen Verhaltens) eingesetzt. Die Dimensionalität des SBQ-R wurde mit einer konfirmatorischen Faktorenanalyse geprüft, Interkorrelationen mit dem PHQ-4, dem INQ und dem ACSS-FAD wurden zur Bestimmung der konvergenten Validität ermittelt.

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Gesünder nach der Psychotherapie? Sekundärdatenanalyse der Arbeitsunfähigkeitszeiten vor und nach ambulanter Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie

Einleitung Arbeitsunfähigkeitszeiten gelten als guter Indikator für den Krankenstand der berufstätigen Bevölkerung. In dieser Studie wurde untersucht, wie sich die Arbeitsunfähigkeitszeiten (AU) im Jahr nach dem Ende der Psychotherapie im Vergleich zum Einjahreszeitraum vor Beginn der Therapie verändern. Dabei wurden 3 sozialrechtlich anerkannte Therapieverfahren (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie) miteinander verglichen.
Material und Methoden Die Untersuchung wurde mit pseudonymisierten Daten der AOK Niedersachsen (N=2 900 065 Versicherte) durchgeführt. Ärztlich attestierte AU-Zeiten vor und nach der Psychotherapie wurden für Patientinnen und Patienten (N=9 916) verglichen, die eine der 3 sozialrechtlich anerkannten Therapieverfahren durchliefen. Außerdem wurde eine parallelisierte Kontrollgruppe (KG) gebildet, um Vergleiche mit Personen ohne Psychotherapie zu ermöglichen. Die Untersuchungen wurden nach Geschlecht stratifiziert.

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Prävalenz und Phänomenologie fraglich psychotischer Symptome bei Borderline Persönlichkeitsstörungen

Hintergrund Eine Subgruppe von Patientinnen mit Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) berichtet von fraglich psychotischen Symptomen. Die Angaben zur Häufigkeit variieren beträchtlich (bis zu 50% Betroffene). Untersuchungen in Deutschland stehen bislang aus. Weiterhin sind die genaue Phänomenologie dieser Symptome und die Auswirkungen auf Suizidalität und Inanspruchnahme stationärer psychiatrischer Behandlung bisher unklar.Ziel der Arbeit Es erfolgte die Untersuchung der Prävalenzen und Phänomenologie der fraglich psychotischen Symptome. Assoziationen zwischen letzteren und Suizidalität sowie Inanspruchnahme stationärer psychiatrischer Behandlung wurden unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren überprüft.
Methodik Fraglich psychotische Symptome wurden bei 95 BPS-Patientinnen mit dem Strukturierten Klinischen Interview-I erhoben. Zur Überprüfung der Assoziationen zwischen diesen Symptomen und Suizidalität sowie Inanspruchnahme stationärer psychiatrischer Behandlung wurden Korrelations- und Regressionsanalysen berechnet. PTBS-Symptomatik, Ausprägung der BPS und Depressivität wurden berücksichtigt.

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