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Psychotherapeuten und Internet – Einstellung zu und Nutzung von therapeutischen Onlineangeboten im Behandlungsalltag

Hintergrund: Durch die allgemeine Mediatisierung des Alltags liegt die Frage nach den Chancen, aber auch den Grenzen der Integration moderner Medien in die psychosoziale Versorgung nah. (Potenzielle) Patienten wünschen sich entsprechende Angebote. Ziel der vorgestellten explorativen Studie war es, dieser Nachfrage Aspekte der Angebotsseite gegenüberzustellen und den modernen Medieneinsatz im Behandlungsalltag von Psychotherapeuten zu erfassen.
Material und Methoden: In einer Onlinebefragung wurden 234 niedergelassene Psychotherapeuten aus Nordrhein-Westfalen (NRW) zu der Integration von Internet- und Handykommunikation in die klinische Praxis und zu ihrer diesbezüglichen Einstellung befragt. Als Fragebogeninstrument diente eine modifizierte und erweiterte Version der „Attitude towards e-Therapy Scale“ (Wangberg et al. 2007).
Ergebnisse: Die Mehrheit der Therapeuten integriert sowohl die E-Mail-basierte als auch die Handy-Kommunikation in ihre klinische Arbeit zur Ergänzung herkömmlicher Behandlungswege. Sie dient primär der Regelung formaler Angelegenheiten. Dezidierten Onlineberatungsangeboten stehen die Therapeuten indifferent gegenüber.
Schlussfolgerung: Obgleich Internet und Handy bereits vielfach als ergänzendes Kommunikationsmittel in der klinischen Praxis eingesetzt werden, legen die Therapeuten bei behandlungsrelevanten Inhalten großen Wert auf den persönlichen Kontakt.

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