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Save the date: Landespsychologenkonferenz 2023 am 27.06.2023 im LPK Reichenau

Zusatzbezeichnung Sozialmedizin

Als Teilgebiet der Medizin befasst sich die Sozialmedizin vor allem mit den Wechselwirkungen zwischen Krankheit, Gesundheit, Mensch und Gesellschaft. Sie umfasst die Bewertung von Art und Umfang gesundheitlicher Störungen, bei denen Psychotherapie indiziert ist. Dabei werden unter anderem Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit und Teilhabe des Einzelnen betrachtet. Auch die Einordnung in die Rahmenbedingungen der sozialen Sicherungssysteme sowie die entsprechende Beratung der Sozialleistungsträger werden berücksichtigt. Die Weiterbildung „Sozialmedizin“ soll eine qualitativ hochwertige Versorgung bzw. Begutachtung von Patientinnen und Patienten in diesem Bereich sicherstellen.

Homepage der LPK
https://www.lpk-bw.de/aus-fort-weiterbildung/weiterbildung/weiterbildung-pp-und-kjp/erwerb-und-fuehren-von-4

Vor dem Hintergrund des MDK-Reformgesetz „Gesetz für bessere und unabhängigere Prüfungen“ hat die Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg die Ergänzung der Weiterbildungsordnung um die Sozialmedizin beschlossen. Durch das am 01.01.2020 in Kraft getretene MDK-Reformgesetz wurde die bis dahin den Ärztinnen und Ärzten vorbehaltene sozialmedizinische Begutachtung für weitere Heilberufe geöffnet. Mit der neu geschaffenen Weiterbildung können jetzt auch Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten diese Zusatzbezeichnung erwerben.

Im Rahmen der Übergangsbestimmungen ist die Beantragung der Zusatzbezeichnung für erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus der Rehabilitation sehr viel einfacher.

Die Übergangsregelung gemäß § 15 Absatz 4 gilt für einen Zeitraum von maximal sechs Jahren ab Inkrafttreten der Änderung dieser Weiterbildungsordnung, mit der erstmalig der Bereich „Sozialmedizin“ in Abschnitt B dieser Weiterbildungsordnung aufgenommen wurde

Weiterbildungsordnung der LPK Baden-Württemberg

Weiterbildungsordnung für Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten  (Juni 2022)

Arbeitstreffen Klinische Psychologie in der Rehabilitation – Regionaler Arbeitskreis Allgäu-Oberschwaben

46. Regionaltreffen
AK Klinische Psychologie in der somatischen Rehabilitation

Der Regionale Arbeitskreis Allgäu-Oberschwaben trifft sich am Dienstag, den 04.04.2023 in Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee.

Neben dem üblichen Erfahrungs- und Informationsaustausch haben wir auch wieder ganz spannende Themen:

Wir wollen uns mit der Post-Corona-Bilanz beschäftigen – wie hat sich die Pandemie auf die psychologisch-psychotherapeutische Behandlung in den Kliniken ausgewirkt?

Wir berichten über aktuelle Entwicklungen im Arbeitsbereich (DRV, Kammer) und stellen die Theatertherapie theoretische und praktisch vor.

Die Einladung kann gerne an interessierte Kolleginnen und Kollegen der eigenen oder in anderen Kliniken weitergeleitet werden.

Aus organisatorischen Gründen bitte ich Sie/dich um eine formlose Anmeldung.

Einladung und Programm

Anmeldebogen

BPtK-Symposium: Digitalisierung: Herausforderungen und Chancen für die Psychotherapie 19.04.2023 Online

Nachruf Martin Urban

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied Martin Urban, der am 10.01.2023 verstorben ist.

Martin war seit 1995 Mitglied in unserem Verband und als Sprecher der Fachgruppe Klinische Psychologie in der Psychiatrie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) bis zuletzt in ständigem Austausch mit unserem Verband.

Die Verbesserung der Situation psychisch kranker Menschen war sein großes Anliegen. Nach seiner Zeit als Psychologe in der Psychiatrie im Saarland engagierte er sich unermüdlich – bis ins hohe Alter – für die Unterstützung und Begleitung von psychisch kranken Menschen in Krisen. Er gründete und leitete mehrere alternative sozialtherapeutische Einrichtungen, therapeutischen Wohngemeinschaften bzw. Einrichtungen des betreuten Wohnens. Er wählte hierzu einen von Wohlfahrtsverbänden unabhängigen Weg, indem er Vereine gründete, die die Trägerschaft der sozialtherapeutische Einrichtungen übernahm.

Begonnen hat er mit Einrichtungen des betreuten Wohnens im Raum Esslingen/Stuttgart, dann ab 2004 – 2014 eine Wohn- und Lebensgemeinschaft (Maison d’Esperance) in Südfrankreich und ab 2016 das „Haus der Hoffnung“ in Bad Tabarz in Thüringen. Und dann nochmals die letzten Jahre ein Neuanfang am Tegernsee.

Auf seiner Homepage (https://www.martin-susi-urban.de/) hat er einen sehr lesenswerten Text mit dem Titel „Drei Dinge braucht der Mensch“ (1. Bindungssicherheit (Eingebundensein), 2. Freiheit in Bewegung und Selbstbestimmung sowie 3. Selbstachtung und positives Selbstwertgefühl) veröffentlicht.

Wir nehmen Abschied von einem sehr engagierten und zugewandten Kollegen, der sich stets für die Belange von psychisch Erkrankten eingesetzt hat und uns über Jahrzehnte in der berufspolitischen Arbeit begleitet hat.