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Versorgungswege von erstmanifesten psychotischen Patienten – eine Übersicht internationaler Studien

N. Schaffner, B. G. Schimmelmann, A. Niedersteberg, F. Schultze-Lutter
Eine längere Dauer der unbehandelten Psychose (DUP) und der unbehandelten Erkrankung (DUI) ist mit einem negativen Krankheitsverlauf von Psychosen assoziiert. Daher gibt es zunehmend Bemühungen, die DUP zu verkürzen und Betroffene frühzeitig einer adäquaten Therapie zuzuführen. Um frühe Hindernisse bei der Hilfesuche abzubauen, müssen diese zunächst identifiziert werden. Daher wird eine Übersicht initialer Hilfesuchkontakte und über Prädiktoren von Behandlungsverzögerungen bei psychotischen Erstmanifestationen gegeben. Die DUP weist über alle 25 identifizierten Studien eine ungünstige Länge von gut einem Jahr auf, wobei es im Vorfeld im Mittel zu drei Kontakten vor der Behandlungsaufnahme kam. Da Hindernisse in den Versorgungswegen auf allen relevanten Ebenen (Patient, Umwelt und Versorgungssystem) identifiziert wurden, liegen Optimierungsmöglichkeiten in der Vernetzung der Anlaufstellen und kontinuierlicher Aufklärungsarbeit der Bevölkerung und medizinisch-psychologischer Fachkräften.

Thieme eJournals – Abstract

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