LVKP-BW

Landesverband der Klinikpsychologen und -psychotherapeuten Baden-Württemberg e.V.

Depression – Wenn der Blick vernebelt ist

Depression und Melancholie werden in Kunst und Literatur schon immer in Farben visualisiert: Grau und Schwarz sind die Farben, die für diese negativen Stimmungen stehen. Schon bei früheren Untersuchungen hätten die Forscher entdeckt, dass depressive Menschen Schwarz-Weiß-Kontraste schlechter wahrnehmen als Gesunde. In einer nun im British Journal of Psychiatry (BJ Psych 2012, online 14. Juni) …

Antidepressiva setzen Spermienqualität herab

Anbieter von Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) sollen künftig in den Beipackzetteln ihrer Medikamente auf eine reversible Beeinträchtigung der Spermien­qualität hinweisen. Dies fordert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Stufenplanverfahren. Einen Beleg für eine Unfruchtbarkeit gebe es allerdings nicht, heißt es in einem Schrei­ben an die Hersteller, die jetzt vier Wochen Zeit für einen Widerspruch …

Burn-out-Fortbildung der Kammer Baden-Württemberg als Video

Eine Fortbildungsveranstaltung mit mehreren Vorträgen zum Thema Burn-out hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg auf ihrer Website publiziert. Die Aufzeichnungen stammen von einer Veranstaltung der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung Südbaden vom Mai dieses Jahres in Freiburg. Diese stand unter dem Motto: „Burn-out = Depression? Definition, Abgrenzung, Handlungsstrategien“. Deutsches Ärzteblatt: Burn-out-Fortbildung der Kammer Baden-Württemberg als Video

Die Theorie und Praxis der Pawlow’schen Schlaftherapie in der DDR

Doreen  Scholtz, Holger  Steinberg Vorliegende Studie beschreibt die Pawlow’sche Schlaftherapie in der DDR in den 50er- und frühen 60er-Jahren in Theorie und Praxis. Sie ist ein Beispiel aus der Geschichte der DDR-Psychiatrie, wie die ideologische Vorgabe, Pawlow in die Medizin einzuführen, in eine psychiatrische Therapiemethode umgesetzt wurde.

Psychosoziale Belastungen von Bahnpendlern – Und was soll man tun?

Steffen Häfner, Heidrun Rapp und Horst KächeleDie stetige Zunahme von Fernpendlern in unserer mobilen Gesellschaft wirft die Frage nach den Auswirkungen, insbesondere den psychischen Folgen und der Lebensqualität der Fernpendler auf. In einer Untersuchung an 407 Bahnpendlern an den Hauptbahnhöfen in Stuttgart und Ulm wurde der Frage nachgegangen, an welchen psychischen und somatischen Beschwerden Pendler …

Zur ambulanten Versorgung psychischer Störungen in einer ländlichen Region. Eine Analyse von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Wolfgang Hannöver, Nora Späte, Hans-Joachim HannichPsychische Störungen verursachen einen sub­stanziellen Anteil der Krankheitslast. Obwohl sie in ländlichen Regionen etwas seltener auftreten als in Verdichtungszentren, ist die Versorgungsdichte überproportional geringer. Abrechnungszahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommerns der Jahre 2006/2007 bilden die Grundlage für die Darstellung der Verteilung von Störungsbildern an der Gesamtanzahl psychischer Störungen und deren ambulante …

Cyberstalking: Prävalenz und Auswirkungen auf die Betroffenen

Harald Dreßing, Anne Anders, Christine Gallas, Josef BailerAnliegen: Untersuchung der Häufigkeit und der Ausprägungsformen von Cyberstalking und dessen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Betroffenen. Methode: Internetbefragung von 6379 Teilnehmern des webbasierten sozialen Netzwerkes Studi-VZ. Ergebnisse: Cyberstalking ist mit einer Prävalenz von 6,3 % in dieser Stichprobe ein häufig vorkommendes Phänomen. Entgegen früherer Annahmen,

Deutsche unterbringungsrechtliche Praxis auf Bundes- und Länderebene nach Einführung des Betreuungsgesetzes (1992 – 2009)

J. Valdes-Stauber, H. Deinert, R. Kilian Hintergrund: Angesichts des kontinuierlichen Anstiegs psychiatrischer Unterbringungsmaßnahmen in Deutschland stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung maßgeblich durch die entsprechenden Rechtsgrundlagen oder durch andere, z. B. epidemiologische, soziokulturelle oder sozialstrukturelle Faktoren beeinflusst wird. Methoden: Die vorliegende Arbeit ist explorativ angelegt und basiert vornehmlich auf Vollerhebungen des BJM. Wir untersuchen …

Entscheidungsverhalten, Empathiefähigkeit und Moralität bei Psychopathy: Bieten die empirischen Befunde neue Aspekte im Hinblick auf die Beurteilung der Schuldfähigkeit?

D. Schmoll Bei Psychopathy handelt es sich um ein in den letzten Jahren intensiv beforschtes, dimensionales Konstrukt, das sich nur teilweise mit den in ICD-10 operationalisierten dissozialen Persönlichkeitsstörungen überschneidet. Bisher wird den Betroffenen in der Regel keine verminderte Schuldfähigkeit zuerkannt, da ihnen die Fähigkeit zur Anpassung an Normen zugeschrieben wird – es sei denn, es …

Kompetenzerwartungen in der Ausbildung Psychologischer Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendtherapeuten in der Verhaltenstherapie

Gerhard Zarbock, Sibyll Rodde, Walter Ströhm, Holger Schulz, Birgit WatzkeDie Psychotherapieausbildung wird mehr und mehr zum Gegenstand empirischer Forschung. In Deutschland hat sich die Psychotherapeutenausbildung nach Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes erheblich verändert. In Bezug auf die neuen Ausbildungsgänge beginnt nun die Phase der empirischen Evaluation. Ziel der vorliegenden Studie war es, zu dieser Entwicklung im Hinblick …