Nicht selten werden Menschen, die als Kind missbraucht worden sind, später selbst zu Tätern, wenn sie eigenen Nachwuchs haben. Warum das so ist und wie sich das verhindern lässt, wollen jetzt deutsche Forscher herausfinden. Damit Kindesmissbrauch vermieden wird, hat die Berliner Charité gemeinsam mit der Uniklinik Heidelberg, der Uni Magdeburg und der RWTH Aachen ein …
Psychische Erkrankungen nehmen zu. Das Klinikportal „qualitaetskliniken.de“ reagiert auf dieses Phänomen und will sein Angebot auf die stationäre Psychiatrie ausdehnen. Binnen wenigen Wochen wolle das Portal damit beginnen, Ergebnisse zur patienten- und einweiserbezogenen Qualität von stationären psychiatrischen Behandlungen in deutschen Kliniken zu veröffentlichen. Dies haben Vertreter des Internetportals beim 3. Forum Qualitätskliniken in Berlin mitgeteilt. …
Saskia Terber, Isabella Untersinger, Volker Köllner Nur wenige Studien haben untersucht, ob strukturierte Interviews ergänzend zur klinischen Diagnostik zusätzliche Informationen gewinnen kann, die den damit verbundenen Mehraufwand rechtfertigen. Ziel dieser Arbeit war es, die Ergebnisse klinischer und strukturierter Diagnostik in einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik miteinander zu vergleichen. Der Fokus lag hierbei auf Angst- und Anpassungsstörungen.
Benjamin Gierk, Inka Wahl Depressionsfragebögen erfassen mithilfe einer standardisierten Selbstauskunft das Vorliegen depressiver Symptome. Sie können BehandlerInnen wichtige Informationen für die Diagnostik und Therapie bereitstellen. Dazu müssen sie bestimmten psychometrischen Anforderungen entsprechen und sachgerecht interpretiert werden. Dieser Beitrag stellt die verschiedenen Anwendungsgebiete von Depressionsfragebögen in der klinischen Praxis vor und präsentiert exemplarisch drei häufig eingesetzte …
Eva Maria Meiser-Storck Der Einsatz strukturierter Diagnostik im wissenschaftlichen Kontext steht derzeit außer Frage. Allerdings nimmt der Einsatz strukturierter Diagnoseverfahren auch in der klinischen Praxis z. B. zur Therapieevaluation immer mehr zu. Der Artikel befasst sich mit Risiken und Nebenwirkungen strukturierter Testdiagnostik im klinischen Alltag, welche z. B. durch die Störanfälligkeit der Selbstbeurteilungsbögen, mangelnde Überlegungen …
Eckhard Roediger, Eva Dieckmann Die Schematherapie (ST) stellt einen aus der kognitiven Verhaltenstherapie weiterentwickelten Ansatz zur Behandlung chronischer Persönlichkeitsprobleme dar. Schemata sind als dauerhafte dysfunktionale Erlebensmuster zu verstehen, die den Patienten in seiner aktuellen persönlichen und interpersonellen Entwicklung behindern. Die Weiterentwicklungen beziehen sich auf 3 Bereiche: 1. Das theoretische Modell, auf das sich die Fallkonzeption …
Hintergrund: Durch die allgemeine Mediatisierung des Alltags liegt die Frage nach den Chancen, aber auch den Grenzen der Integration moderner Medien in die psychosoziale Versorgung nah. (Potenzielle) Patienten wünschen sich entsprechende Angebote. Ziel der vorgestellten explorativen Studie war es, dieser Nachfrage Aspekte der Angebotsseite gegenüberzustellen und den modernen Medieneinsatz im Behandlungsalltag von Psychotherapeuten zu erfassen. …
Ein Schreiben von Manfred Lucha, MdL Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben uns sehr über das große Interesse an der Anhörung zu einem neuen Psychiatriegesetz in Baden-Württemberg gefreut. Über 300 Teilnehmer haben am 13. Februar zu einer wichtigen und spannenden Diskussion beigetragen. Für alle Interessierten haben wir die Anhörung nachbereitet. Auf unserer Fraktionshomepage gibt …
T. M. Spranger Der Einsatz bildgebender Verfahren zeitigt auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichsten Zusammenhängen rechtliche Wirkungen. Soweit es um die Wissensgenerierung mittels bildgebender Verfahren geht, verlangt das Problem sogenannter Zufallsfunde schon heute nach einer rechtssicheren Handhabung in der Praxis. Gleichermaßen besitzt die Nutzung bildgebender Verfahren im prozessualen Umfeld aktuelle Bedeutung, sofern Sachverständige
Ziel: Ziel dieser Studie war es, Daten zur psychoonkologischen Versorgungssituation von Krebspatienten im ambulanten und im stationären Bereich unter Routinebedingungen zu gewinnen. Dabei interessierten vorrangig die Versorgungsdichte sowie der Bedarf an und der Wunsch nach psychosozialer Versorgung. Methode: Die Versorgungsdichte wurde anhand des Vergleichs von Inzidenzzahlen des Tumorregisters Leipzig, der Zahl der