Tilman Steinert Anliegen: Fixierungen und Isolierungen sind keine therapeutischen Maßnahmen, sondern reine Maßnahmen der Sicherung, die dann angewendet werden, wenn ein therapeutisches Vorgehen nicht mehr möglich erscheint. Benchmarkings mit Klinikvergleichen zeigen erhebliche Variationen zwischen den Kliniken, eine dauerhafte und signifikante Senkung der Dauer und Häufigkeit von Zwangsmaßnahmen war aber mit den Mitteln des Qualitätsmanagements bisher …
Christiane Roick, Dirk Heider, Oliver H. Günther, Steffi G. Riedel-Heller, Hans-Helmut König Anliegen: Identifizierung von Faktoren, die angehenden Psychiatern bei einer Niederlassung wichtig sind. Methode: Befragung junger Ärzte aus Westfalen-Lippe, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu Soziodemografie, angestrebter Gebietsbezeichnung, Niederlassungsabsicht und 18 niederlassungsrelevanten Aspekten, die
Claudine Cueni, Elvira Augusta Abbruzzese, Annette Beatrix Brühl, Uwe Herwig Patienten mit Depressionen klagen häufig über Symptome und Störungen nicht nur auf der emotionalen, sondern auch auf der kognitiven Ebene. In dieser Übersichtsarbeit werden schwerpunktmäßig neuropsychologische Befunde zu kognitiven Funktionen bei unipolaren Depressionen zusammengefasst. Die kognitive Theorie der Depression postulierte
Sebastian Wolf und Martin Hautzinger Angesichts der moderaten Effektivität von Standardinterventionen zur Behandlung von akuten Depressionen und der bekannten Nebenwirkungen von Antidepressiva lohnt es sich, nach alternativen Behandlungsoptionen zu suchen, die, wie die sportliche Aktivität, nebenwirkungsarm sind und vergleichsweise wenig Kosten verursachen. Studien zeigen, dass sportliche Aktivität auf neurophysiologischer Ebene ähnliche Effekte zu haben scheint …
Michael Konrad, Udo Gisbert Frank, Erich Flammer Anliegen: Die Studie prüft anhand ausgewählter Kriterien, in welchem Umfang vormals forensisch untergebrachte Klienten in die Gemeinde integriert werden können und welche Betreuung sie benötigen. Methode: Auswertung der Basisdokumentation des Gemeindepsychiatrischen Verbundes. Ergebnisse: Die Integration
J. Güttgemanns, A. Büch, K. Sevecke, M. Döpfner, G. Lehmkuhl, J. Herrlich, K. Müller, G. Wiedemann, S. Klingberg, A. BechdolfPatienten mit „Early-Onset”-Psychosen (EOP, Erstmanifestation einer Psychose zwischen 14. und 18. Lebensjahr) weisen oft einen noch ungünstigeren Erkrankungsverlauf auf als Patienten, bei denen die erste psychotische Episode im Erwachsenenalter auftritt. Dies gilt sowohl für die Persistenz …
Neele Arian Klaus Lieb Mobascher Reiß In der Gruppenschematherapie (GST) wird das schematherapeutische Modus-Modell auf psychotherapeutische Settings im Gruppenformat übertragen. Kernelemente der Schematherapie, wie begrenzte elterliche Fürsorge und die Integration kognitiver, emotionaler und behavioraler Interventionsstrategien, bleiben im GST-Modell erhalten. Um die Mitarbeit aller Patienten im Gruppensetting gewährleisten zu können, wird
Dorothee Klecha, Katharina Bersier, Kerry Beckley, David Bernstein In der Population der Straftäter sind Persönlichkeitsstörungen relativ häufig zu finden. Dabei sind die Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen, insbesondere wenn zusätzlich die Kriterien für eine Psychopathie erfüllt sind, mit einem erhöhten Rezidivrisiko verbunden. Evidenzbasierte psychotherapeutische Methoden zur Senkung dieses Risikos sind rar. Im vorliegenden Artikel werden die forensische Adaptation der …
N. Schaffner, B. G. Schimmelmann, A. Niedersteberg, F. Schultze-Lutter Eine längere Dauer der unbehandelten Psychose (DUP) und der unbehandelten Erkrankung (DUI) ist mit einem negativen Krankheitsverlauf von Psychosen assoziiert. Daher gibt es zunehmend Bemühungen, die DUP zu verkürzen und Betroffene frühzeitig einer adäquaten Therapie zuzuführen. Um frühe Hindernisse bei der Hilfesuche abzubauen, müssen diese zunächst …
Eine eigene Systematik bei der Bedarfsplanung für Psychotherapeuten hat die gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Birgitt Bender, gefordert. „Bei der Versorgung mit psychotherapeutischen Leistungen existiert eine im Vergleich zu anderen Ärztegruppen besondere Situation, die eine spezifische Antwort bei der Bedarfsplanung sowie dem Abbau von Unter- und Überversorgung erforderlich macht“, so Bender Mitte Juli in …